Öffentliche Profildaten von @pickemstore, abgerufen am 11. August 2026.
Pick’em verkauft aromatisierte Zahnstocher aus Birkenholz. Das Dreierpack kostet 14,99 Euro im eigenen Shop, die großen Bundles gehen bis 95,99 Euro. Die Marke sitzt in Berlin, ist bei Edeka und Netto gelistet und seit Juni über die Kette Normal in acht Ländern vertreten. Nach eigenen Angaben hat sie über 100.000 Kunden.
Gegründet haben Niklas Terrahe als Geschäftsführer, Joel Enayat, Maximilian Schröpfer und der englische Mitgründer Folkert Bowler. In der Auftaktfolge der siebzehnten Staffel von Die Höhle der Löwen am 28. April 2025 wollten alle Löwen einsteigen, der Deal lag bei 200.000 Euro für 17,5 Prozent, investiert hat am Ende Judith Williams allein. Unter den weiteren Investoren sind Christian Wolf, der Gründer von MORE NUTRITION, und ein früherer CMO von TikTok. Die Gründer sprechen von mehr als 25 Millionen verkauften Zahnstochern in zwei Jahren und einem Umsatzziel von zehn Millionen Euro für 2025.
Ein Zahnstocher wiegt praktisch nichts. Ein Dreierpack passt in einen großen Umschlag, es gibt kein Pfand, keine Kühlkette und keinen Bruch. Der Preis liegt unter dem deutschen Durchschnittsbon von 29,21 Euro, also mitten im Impulsfenster. Und weil das Produkt aufgebraucht wird, ist der Nachkauf eingebaut.
Das klingt banal, ist aber der Unterschied zwischen einem Kanal, der sich rechnet, und einem, der an den Versandkosten stirbt. Wer Getränke in Einweggebinden verschickt, fällt unter die Pfand- und Rücknahmepflicht des Verpackungsgesetzes und schleppt sechseinhalb Kilo pro Karton durch die Republik. Warum das die Kategorie bremst, steht im Artikel zu den Vitamingetränken. Pick’em hat diese Rechnung nie führen müssen.
135 Videos in zwei Jahren sind ungefähr ein Video pro Woche. Trotzdem stehen 20,6 Millionen Likes auf dem Konto. Das geht nur, weil dort keine Produktvideos laufen, sondern Aktionen. Eine gefälschte Mona Lisa mit Zahnstocher in der Londoner National Gallery, inklusive Merchandise. Ein handgemaltes Schild auf der OMR, das Ryan Reynolds aufgriff und eine Promi-Erwähnung ohne Honorar auslöste. Über alle Kanäle kommt die Marke auf mehr als eine Million Follower und über 250 Millionen Views, weitgehend organisch.
Das Produkt ist dabei Requisite, nicht Thema. Genau das ist der Grund für den Ausschlag in der Grafik. Ein Produktvideo bekommt die Reichweite, die das Produkt verdient. Eine Aktion bekommt die Reichweite, die die Idee verdient.
Erst kam die Aufmerksamkeit, dann der Handel, dann der Verkauf in der App. Pick’em ist inzwischen als Verkäufer auf TikTok Shop registriert, und im eigenen Shop fragt eine Umfrage nach dem Kauf, woher die Kunden kommen. TikTok steht dort an erster Stelle der Auswahl.
Die meisten Marken laufen die Kette andersherum. Sie haben ein fertiges Produkt, eine Handelslistung und ein ordentliches Regal. Was fehlt, ist der Moment, in dem jemand hinschaut. Und dieser Moment ist der teuerste Baustein von allen.
Pick’em ist auf TikTok Shop als Verkäufer registriert, der Kaufweg in der App existiert also. In der Auswertung der 50 umsatzstärksten deutschen Shops für April 2026 taucht die Marke aber nicht auf, und Platz 50 lag dort bei 103.987 Euro Monatsumsatz. Das ist kein Vorwurf, sondern der Normalfall. TikTok zählt für Deutschland über 25.000 Verkäufer, in eine Top-50-Liste passen fünfzig.
Genau an dieser Stelle wird die Frage interessant, wie viel ein Shop ohne Sendung leisten kann. Die Zahlen dazu sind eindeutig.
TikTok selbst nennt für Deutschland 60 bis 70 Prozent. So viel des Verkäuferumsatzes kommt nach Angaben der Plattform aus shoppable Content und TikTok Live Shopping zusammen. Zum ersten Geburtstag des deutschen Marktplatzes im März 2026 meldet TikTok außerdem über 25.000 Verkäufer, nahezu verdoppelte Tagesumsätze innerhalb von sechs Monaten, einen Anstieg der Käufer von zehn auf über fünfzehn Prozent der beobachteten Onlineshopper und Platz 15 im deutschen Händlerranking.
In den Top 50 verteilt sich der Umsatz so. 70,3 Prozent laufen über shoppable Videos, 19,4 Prozent über LIVE, 10,3 Prozent über die Produktkarte. LIVE ist damit die kleinste der drei Flächen. Es ist aber die einzige, die zugleich ein Zufluss ist, denn eine Sendung erzeugt nebenbei die Clips für die Videofläche, rekrutiert Affiliates und liefert die Argumente für die Produktseite. Wie diese Bausteine zusammenhängen, steht im Mythencheck.
Und der größte Teil kommt von fremden Kanälen. 71,8 Prozent des Umsatzes der deutschen Top 50 werden von Affiliate-Creatorn ausgelöst, nicht vom Markenkonto. Ein Konto mit 135 eigenen Videos hat davon bisher nichts.
Was dafür spricht, dass ausgerechnet dieses Produkt live funktioniert, ist banal. Es kostet 14,99 Euro, ist in zehn Sekunden erklärt und in fünf Sekunden vorgeführt. Blindverkostung, Sortenduell, Flash Sale auf die limitierte Sorte. Die Schwelle für LIVE liegt bei tausend Followern, und die hat die Marke fast achthundertfach.
LIVE löst das Reihenfolgeproblem. Wer die Aufmerksamkeit nicht schon hat, kann nicht darauf warten, dass ein Stunt trifft. Eine Sendung legt Aufmerksamkeit und Kauf in denselben Augenblick. Sie ist der einzige Baustein, der beides gleichzeitig herstellt, und deshalb steht sie bei uns in der Mitte.
Ein Kanal aus einer Hand hat eine Decke. Ein Video pro Woche heißt, fast alles kommt von der Marke selbst. Der nächste Wachstumsschritt ist deshalb nicht Video Nummer 136, sondern hundert Creator, die es für einen tun. In Deutschland kommen 71,8 Prozent des Umsatzes der größten Shops von Affiliates. Wie dieses Programm aufgesetzt wird, steht auf der Affiliates-Seite.
Das Sortiment entscheidet vor der ersten Sendung. Wir schneiden für den Feed, nicht fürs Regal. Leicht, pfandfrei, unter dreißig Euro, vorführbar in zwanzig Sekunden. Was diese vier Bedingungen nicht erfüllt, bleibt im Handel. Und der Shop kommt vor allem anderen, denn ohne ihn gibt es weder Pin noch Provision. Der Aufbau ist hier beschrieben.
Aromatisierte Zahnstocher aus Birkenholz, in Sorten wie Tropical Punch oder Cursed Cherry, einige davon mit Vitamin D3, B1 und B6. Im eigenen Shop kostet das Dreierpack 14,99 Euro, größere Bundles gehen bis 95,99 Euro. Dazu gibt es eine luftdichte Transportdose.
Die Gründer nennen mehr als 25 Millionen verkaufte Zahnstocher in zwei Jahren und ein Umsatzziel von zehn Millionen Euro für 2025. Der Shop selbst spricht von über 100.000 Kunden. Das sind Unternehmensangaben, keine geprüften Bilanzzahlen.
Weil führende Verkäufer auf TikTok Shop mit einem Vielfachen arbeiten und den größten Teil davon nicht selbst produzieren, sondern von Creatorn produzieren lassen. Pick'em erreicht seine Reichweite über wenige, sehr große Treffer. Das funktioniert, ist aber nicht steuerbar.
Das Konto ist als Verkäufer registriert, der Kaufweg in der App existiert also. In der Auswertung der 50 umsatzstärksten deutschen Shops für April 2026 taucht die Marke nicht auf, dort begann Platz 50 bei 103.987 Euro im Monat. Umsätze je Händler veröffentlicht TikTok nicht, mehr lässt sich von außen nicht sagen.
Der Stunt nicht, das System schon. Planbar sind ein Sortiment, das in den Feed passt, ein fester Sendeplatz und ein Affiliate-Programm. In Deutschland kommen 71,8 Prozent des Umsatzes der größten Shops von Affiliates, und dieser Teil ist Handwerk.
1,5 Millionen Follower, und der Kauf findet woanders statt. Vitamingetränke auf TikTok Shop
Sechs Mythen über TikTok Shop. Und was die Zahlen sagen
Die günstigste Provision ist die teuerste. Live und Affiliates
Die halbe Miete ist bezahlt. Ein Future Case über DOONAILS
Unsere Seite zu Food & Beverage
Unsere Leistung. Den TikTok Shop aufbauen, Schritt für Schritt
45.600 Follower, 5.000 Creator. Der Fall Pammys
Sortiment, Sendungsaufbau und Provisionslogik. Das komplette System steht in unserem Playbook. Kostenlos.
Zum Playbook Direkt per WhatsAppIhr habt ein kleines Produkt mit großer Wiederkaufrate? Genau dafür bauen wir Sendeplatz und Creator-Netzwerk.
Schreib uns per WhatsAppQuellen. Follower, Likes und Videozahl aus den öffentlichen TikTok-Profildaten, abgerufen am 11. August 2026, der Verkäuferstatus aus dem Feld ttSeller derselben Daten. Sortiment, Preise und Kundenzahl nach pickem.store. Gründer, Investoren und Umsatzangaben nach Business Insider Gründerszene und dem Podcast Unicorn Bakery mit Niklas Terrahe. Sendetermin und Dealhöhe nach film.at. Mona-Lisa-Aktion, OMR-Schild, Reichweite und Handelsausbau nach absatzwirtschaft. Marktzahlen für Deutschland aus der Auswertung der Top 50 pro Markt von Kalodata, veröffentlicht über Lengow, Zeitfenster 31. März bis 29. April 2026. Plattformangaben zu Verkäuferzahl, Umsatzentwicklung und dem Anteil von shoppable Content und LIVE aus der Mitteilung ein Jahr TikTok Shop vom März 2026. Umsatz- und Stückzahlen der Marke sind Unternehmensangaben. Dieser Artikel entsteht ohne Auftrag und ohne Geschäftsbeziehung zur Marke.